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Gedanken zur Monatslosung November 2026

Bild von einer Bibel

Der HERR wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.

Jesaja 2,4P

 

Was für eine Zusage! Allein die ersten Worte „Der Herr wird Recht schaffen zwischen den Nationen“ sind schon ein wahrer Trost – gerade in unserer heutigen Zeit, in der wir immer wieder von Kriegen hören. Wie gut tut uns da diese Zusage.

Unser Vers steht in Jesaja 2. Zu Anfang des Kapitels lesen wir, dass Jesaja über Juda und Jerusalem „schaute“ / eine Vision empfing. Allerdings ist dieser Vers so gehalten, dass wir ihn auch auf uns übertragen können, da dieser sich nicht auf ein einzelnes Volk bezieht. Der Herr wird viele Völker zurechtweisen, darunter sicherlich auch uns. Aber wollen wir das? Wollen wir zurechtgewiesen werden? Wollen wir jemanden, der uns sagt, was wir falsch machen? Wir machen doch nichts falsch, oder? Wir führen ja kein Krieg.

Wenn wir nur unseren Vers sehen, mag das vielleicht stimmen. Aber es gilt natürlich nicht unser menschlicher Maßstab, sondern Gottes Maßstab. Die Bibel ist dort sehr eindeutig: Da ist keiner, der gerecht ist (Römer 3,10). Also werden sicherlich auch wir zurechtgewiesen.

Gott möchte uns aber nicht primär unsere Fehler vorhalten. In unserem Vers wird klar: Der Herr will uns echten Frieden schenken. Ein Frieden der ewig bleibt, der Herzen und Seelen schützt. Ein Frieden, bei dem es keine Unterschiede zwischen Menschen gibt. Kein Ausschluss und kein Streit. Dafür müssen wir aber anfangen, unser Denken und unser Handeln zu verändern. Ein Gegenstand wie ein Messer ist dabei nicht automatisch eine Waffe. Ich kann es immerhin in der Küche zum Zerkleinern von Lebensmitteln einsetzen. Erst durch den Einsatz gegen einen Menschen wird es zur Waffe. Ein anderes Beispiel, was wir leider in der letzten Zeit häufiger hören: Ein Auto kann ein Fortbewegungsmittel sein. Mit einem falschen Fahrer wird auch das Auto zweckentfremdet – und somit zur Waffe gegen Menschen.

Es gibt dabei immer eine Gemeinsamkeit: Es ist der Mensch, der einen Gegenstand im Kampf gegen einen anderen Menschen einsetzt. Ich gehe noch einen Schritt weiter: Es ist der Mensch, der sich aktiv dafür entscheidet, einen Gegenstand als Waffe einzusetzen.

Grundsätzlich haben alle Gegenstände einen Zweck. Sicher gibt es Gegenstände, die ausschließlich als Waffe gebaut wurden. Viele sind es aber nicht. Den genauen Zweck eines Gegenstands verrät uns der Erbauer.

Auch wir Menschen wurden ursprünglich mal für einen Zweck erbaut. Meinen wir wirklich, dass dieser Zweck ist, andere Menschen zu verletzten? Wir reden immer von Individualität und „jeder Mensch ist anders“ – aber wenn wirklich jemand anders ist? Nehmen wir ihn genauso in den Arm, wie der Vater seinen verloren Sohn?

Das ist genau unsere Herausforderung – in der Welt, in unserem Umfeld – oder auch in unserer Gemeinde: Wir sollten jeden Menschen sehen, als ob er ein Kind Gottes ist. Dabei geht es nicht um Gemeinde oder Wachstum, sondern um Gotteskindschaft. Damit das möglich ist, hat Gott seinen Sohn ans Kreuz gehen lassen – für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft und Prägung. Die Bibel gibt es dafür viele Hilfestellungen. Eine finde ich aber in diesem Kontext besonders wichtig:

Wir sollen Salz und Licht sein. Wir sollen uns so verhalten, dass wir durch unser Verhalten ein Licht in der Welt sind. Lasst uns jeden Menschen durch Gottes Augen sehen und ihm Gottes Frieden wünschen!

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (Matthäus 5, 9)

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